Ein Ferientag im Stadtpark

Eine Spende von einer Stiftung für einen Mutter-Kind-Fond der Gemeinde St. Wilhelm in Bramfeld machte einen Besuch mit den Geflüchteten des Café St. Bernard im Planetarium möglich.

So trafen sich am Sonntag (23.7.) 54 Geflüchtete aus Syrien, dem Irak und aus Somalia, deren sonstiger Treffpunkt das Cafè ist, vor dem Planetarium im Stadtpark: Familien mit Kindern und auch Alleinstehende.

Als man sich voller Freude begrüßt hatte und die Eintrittskarten verteilt waren, ging es mit großer Vorfreude hinein in das Planetarium. Zunächst stand im Sternensaal die Vorführung “Der kleine Tag“ von Rolf Zuckowski auf dem Programm. Alle erfreuten sich an den lockeren bunten Szenen, die am Himmel sichtbar wurden, den flotten eingängigen Melodien und nicht zuletzt an dem weißen Nebel, der die Stimmung von Zeit zu Zeit untermalte und in dem die Lasershow mit bunten Lichteffekten über die Köpfe wanderte.

Danach ging es auf die große Wiese. Während die Kinder fröhlich über die Wiese hüpften und liefen, suchten die Erwachsenen einen schattigen Platz. Der war bald gefunden. Auf mitgebrachten Decken ließen sich alle nieder. Und jetzt wurden all die Leckereien, die die Frauen liebevoll gebacken und gekocht hatten, ausgebreitet und angeboten. Es war eine unbeschreibliche Vielfalt, die aufforderte von allem zu probieren! Und es schmeckte vortrefflich, worüber sich die Köchinnen sehr freuten.
Die Kinder nutzten die große Wiese. Sie dachten sich gemeinsam immer neue Spiele aus, die sie mit Begeisterung ausprobierten. Es war beglückend anzusehen, wie gut sie sich verstanden.
Ein paar junge Männer sangen und klatschten, begleitet von einem jungen Kurden auf seiner Tambor, Lieder aus ihrer Heimat, melancholische und heitere, eine zauberhafte Begleitung dieser fröhlichen Tischrunde.
Die Stimmung war glücklich, man begegnete sich aufgeschlossen und freundlich.

Ein ganz anderes Erlebnis brachte ein Filmteam in das Geschehen. Es hatte angefragt, ob für ein  Projekt um Flüchtlingsarbeit, das das Forum Flüchtlingshilfe erarbeitet, bei der Veranstaltung im Stadtpark gedreht werden dürfte. So wurden die Spiele der Kinder, das gemütliche Lagern auf dem Rasen, die köstlichen Speisen und auch gezielte Interviews aufgenommen.

Nach etlichen Stunden und einigen abschließenden gemeinsamen Spielen löste sich das Zusammensein langsam auf.

Die Vorhaben des Cafès dienen unter anderem dem Austausch zwischen den Geflüchteten und Deutschen, dem Kennenlernen der Lebensgewohnheiten der jeweils anderen. Und es ist ein Ort  für die Geflüchteten, die deutsche Sprache zu hören und anzuwenden.

Letzteres konnte bei diesem Ausflug nicht so gut gelingen wie sonst im Cafè, denn es nahmen nur drei (!) Deutsche teil. Das war sehr schade, auch wenn sie versuchten,  mit möglichst vielen der Anwesenden Kontakt aufzunehmen und mit ihnen zu sprechen, zumal unter den Teilnehmern vier Familien neu in der Runde waren.

Insgesamt war es ein buntes, fröhliches Zusammensein, bei dem sich auch viele interessante Gespräche ergaben. – Ein sehr schöner Ferientag!

Christine Birgfeld

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