04. August 2019: Ausflug in den Wildpark Schwarze Berge

Auf zum Wildpark Schwarze Berge!

Das Preisgeld des Hamburger Abendblattes und der PSD-Bank eG, das unser Café St. Bernard für seine Flüchtlingsarbeit erhalten hatte, reichte auch noch für einen zweiten Ausflug.  Am Sonntag, dem 4. August 2019, ging es zum Wildpark Schwarze Berge, auch dies ein besonderes Erlebnis, speziell für die Kinder.  Auch diesmal waren wir fast einhundert Mitfahrer, gut die Hälfte Kinder.

Wir trafen uns in Poppenbüttel, um dann mit der S-Bahn nach Harburg zu fahren. So viele passen nicht in einen normalen Bus, aber leider kam der bestellte Sonderbus nicht. Also mussten sich die Mitfahrer auf mehrere fahrplanmäßige Busse aufteilen. Aber Wartezeit und Platznot im Bus wurde von allen, sogar den Kindern, mit erstaunlicher Gelassenheit und guter Laune bewältigt.

Der erste Höhepunkt im Park war die Flugschau. Mit vielen humorigen Sprüchen ließ der Falkner  seine Falken, Bussarde und Adler ihre Flugkünste vorführen, oft knapp über den Köpfen der Zuschauer. Und als der Falkner die Kinder im Publikum fragte, ob sie vorne mitmachen wollten, meldeten sich auch einige unserer wackeren Mädchen.

Nach der Vorführung bildeten die Tribünen  dann gleich den passenden Ort für das Picknick. Wie üblich, boten alle das Mitgebrachte auch den anderen an. Und am Ende waren alle satt, und es blieb noch reichlich übrig. Fast eine wunderbare Brotvermehrung.

Die bewaldete, hügelige Landschaft des Parks lud zum Spazieren. Auch das Wetter spielte mit. Drohte anfangs noch ein leichter Nieselregen, hellte es im Laufe des Tages auf, und auch die Temperaturen blieben angenehm.

Für die Kinder besonders spannend war es, die Tiere von nahem zu sehen, zu streicheln und zu füttern. Einmalig in diesem Wildpark ist, dass man auch Damhirsche im Freigehege ungehindert durch ein Gitter berühren und füttern kann – natürlich nur das Futter vom Wildpark.

Die nächste Rast gab es unter dem Aussichtssturm. Fast alle machten sich den Spaß, ein Stück hinauf zu steigen und von dort zu winken, aber nur die ganz Unerschrockenen erklommen tatsächlich die 288 Stufen auf den 50 Meter hohen Turm.

Immer wieder gab es auch Gelegenheit, mit anderen Besuchern des Parks ein paar Worte zu wechseln. Unsere große Gruppe fiel natürlich auf. So sagte jemand am Nebentisch: „Ist das eine Großfamilie?“-  „Mehrere davon. Und mehr als das, wir kennen uns schon seit fünf Jahren, helfen und vertrauen einander.“

Letzter Punkt der Runde war der große Spielplatz. Der war besonders für die Kleinsten Gelegenheit, zu toben, zu schaukeln und im Sand zu wühlen.

Schließlich ging es auf den Rückweg. Diesmal klappte es mit dem bestellten Bus und alle kamen in einer Fahrt nach Harburg. Mit der S-Bahn ging es dann zurück nach Hamburg.

Einige verabschiedeten sich schon unterwegs, aber viele kamen bis zum Ende mit. In Poppenbüttel trennte sich dann die Gemeinschaft endgültig auf. Händeschütteln, Umarmungen, „Tschüss“, „Salam“, „Ciao“, „Bis dann“, „Salem Aleikum“ – alles heißt: „Auf Wiedersehn“.

Karl Heinz Ranitzsch